Wirtschaftsstandort Winterlingen









In den ersten Jahrhunderten der rund 12OOjährigen Geschichte unserer Gemeinde waren die Winterlinger meist Leibeigene der jeweiligen Grundherren. Die kargen Böden und das rauhe Klima ließen ertragreiche Landwirtschaft nicht zu. Erst nach dem 30jährigen Krieg entwickelte sich ein leistungsfähiges Handwerk. Im 18. Jahrhundert wurde Winterlingen aufgrund der günstigen Lage zu einer wichtigen Station für das Fuhrgewerbe, zumindest bis sich die Eisenbahn durchsetzte. Erst die im 19.Jahrhundert, um 1860, einsetzende Industrialisierung brachte wirklich bessere Lebensbedingungen. Sie schuf die Grundlage für das Wachstum der Gemeinde. Die in dieser Zeit gegründeten Trikot- und Metallwarenbetriebe waren dafür die Ausgangsbasis.
Obwohl rund 2300 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche vorhanden sind, also rund 45% der gesamten Markungsfläche, leben in Winterlingen nur noch ca. 7,9 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Heute ist Winterlingen von der Ortsstruktur her gewerblich-industriell geprägt. In den Industrie-, Handels- und Handwerksbetrieben werden rund 1800 Arbeitnehmer beschäftigt.
Aber auch die Weichen für die Zukunft sind gestellt:
Die Planer rechnen für die nächsten 15 Jahre mit einem Einwohnerzuwachs von etwa 350 Personen. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes "Riedern" steht seit 1997 eine Fläche von 6,5 Hektar mit 52 Bauplätzen zur Verfügung. Hinzu kommt das Baugebiet "Stockäcker" im Ortsteil Benzingen mit 26 Bauplätzen. Damit ist gewährleistet, daß für Bauwillige preisgünstige und interessante Bauplätze zur Verfügung stehen.
Die wesentlich verbesserte Verkehrsanbindung (B 463/ Bundesautobahn) und die günstige Lage an der Entwicklungsachse Albstadt-Sigmaringen ermutigte die Gemeinde dazu, im Ortsteil Benzingen das Gewerbegebiet "Oberer Hungerberg" auszuweisen. Um die Betriebe am Ort zu halten und außerdem neue Betriebe zur Ansiedlung zu gewinnen, wurde ein Gewerbeförderungsprogramm verabschiedet.
Aufgrund des bisherigen Erfolges beabsichtigt die Gemeinde, in den nächsten Jahren weitere größere Gewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage auszuweisen.